Ruhr Snooker Marathon 2017

Vom 28.10. bis zum 01.11. fand in Snooker Deutschland der 2. Ruhr Snooker Marthon statt, allerdings war es der erste Marathon in dieser Form. Aufgrund der günstigen Feiertagssituation konnte man das Event auf fünf volle Tage legen; so ein Turnier gibt es deutschlandweit kein zweites Mal. Die Organisatoren Miro Popovic (15reds Snookerakademie Oberhausen), Markus Fischer (SC 147 Essen), Mirko Bernhardt (1. SC Essen), Jean-Luca Nüßgen (BC SchwarzBlau Horst-Emscher) und Thorsten Bergmann (1. SC Dortmund) gaben sich alle Mühe, dieses Event so in dieser Form auf die Beine zu stellen.

Ein besonderer Dank geht natürlich auch in Richtung Schloss Quelle, die dieses Snooker Ereignis mit 1.500 Getränkeflaschen für Ausrichter, Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer gesponsert haben. Es überraschte nicht, dass bei Deutschlands größtem Snooker Turnier auf Amateurebene sich nicht nur Spieler aus ganz Deutschland, sondern auch aus dem näheren Ausland auf den Weg ins Ruhrgebiet gemacht hatten. Internationale Amateure, Nationalspieler oder Hobbyspieler waren allesamt auf dieses Turnier gespannt und voller Vorfreude. Teilgenommen haben nicht nur die deutschen Spitzenspieler, sondern auch Spieler aus den Niederlanden, der Türkei, aus England oder sogar auch aus Syrien. Zahlen und Fakten: - Ca. 150 Teilnehmer auf den Turnieren verteilt (ca. 40-45 verschiedene Spieler) - knapp 3.500€ Preisgeld - Spieler aus ganz Deutschland (Berlin, Hannover, Frankfurt, Heilbronn, Mün- chen, Ruhrgebiet) - Spieler aus mindestens 5 Nationen - Deutschlands größtes Snooker-Amateuer-Event - Alle Spielorte und Vereine liegen im Radius von ca. 50km

1. Tag - 15reds Snookerakademie Oberhausen Eröffnet wurde dieses Snooker Highlight in Oberhausen wo sich 30 Spieler zum ersten Turniertag in der 15reds Snookerakademie einfanden. Nach der Auslosung ging es in 3er Gruppen und im Modus „best of 3“ los im Kampf um die erste Gold-Medaille. Erwähnenswert ist hier sicherlich auch, dass nicht nur die Männer in der Snookerwelt unterwegs sind, sondern auch die Frauen. Dorothee Rapp aus Bielefeld, spielte beim ersten Marathontag mit. Einige enge Matches hielten die Spieler und Zuschauer in Atem, natürlich gab es auch jede Menge taktische Duelle und hohe Breaks. In der Gruppenphase konnten sich weitestgehend die Favorisierten Spieler durchsetzen bevor es in der KO-Runde weiterging. Hier gab es ein Highlight des türkischen Spielers Ismail Türker, der im Viertfinale gegen Bundesligaspieler Jean-Luca Nüßgen bei 97 Punkten mit der letzten schwarzen Kugel nur knapp das erste Century Break des RSM verpasste. Die ersten Medaillengewinner standen schließlich gegen 21Uhr Ortszeit fest. Jörg Schneidewindt (Hannover) und Ismail Türkei (Heilbronn) sicherten sich die Bronzemedaille. Das Finale zwischen Omar Alkojah (Asienmeister, jetzt Aachen) und Roman Dietzel (Essen) fand am nächsten Tag direkt morgens um 10Uhr in Essen statt. Last but not least geht ein Dank auch noch an die Verantwortlichen und Helfern, die sich vollste Mühe gaben die Spieler mit leckerem Buffet und einigen kleineren Schmankerln zu verwöhnen.

2. Tag - SC 147 Essen Der zweite Tag des RSM wurde mit dem Finale vom Vortag eröffnet, um die Spannung aufrecht zu erhalten hatte man sich unter den fünf Organisatoren geeinigt, dass Finale jeweils am nächsten Tag auszuspielen - ebenfalls ein besonderes Highlight dieses Events. Hier konnte sich Omar Alkojah (Aachen) nach einem spannenden Kampf im Decider gegen Lokalmatador Roman Dietzel die erste Goldmedaille mit 3:2 sichern. Gleichzeitig startete natürlich auch die Gruppenphase des Essener-Turniers. Die Spieler kämpften in jeder Partei um jeden Punkt, viele Spiele Endeten zum Beispiel erst im Decider. Schließlich konnten sich Ismail Türker (Heilbronn) und Maurice Le Duc (Niederlande) die Bronzemedaillen sichern. Omar Alkojah (Aachen) konnte sich auch an diesem Tag wieder bis ins Finale durchspielen, diesmal traf er auf Nationalspieler Felix Frede (Hannover). Frede zeigte heute eine sehr gute Leistung und schaltete einige hochkarätige Spieler aus und zog verdient mit ins Finale ein. Ein besonderer Dank geht an diesem Tag an Silja Fischer und dem Essener-Team die ein erstklassiges Frühstücks- und Mittagsbuffet bereitstellten.

3. Tag - 1. SC Essen Diesmal sind wir zu Gast beim 1. SC Essen und auch der dritte Tag sollte wieder ein besonderes Highlight präsentieren. Dadurch das dem 1. SC Essen „nur“ vier Snookertische zur Verfügung stehen, die Veranstalter aber trotzdem allen Spielern die Möglichkeit geben wollten am Turnier teilzunehmen, wurde die anfängliche Gruppenphase noch zusätzlich beim SC 147 Essen gespielt. Aber zunächst noch zum zweiten Finale des RSM. Hier wurde auch dieses Mal Omar Alkojah seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich souverän mit 3:0 gegen Felix Frede durch und gewann somit sein zweites Gold in Folge. Für den ersten Aufreger beim dritten Turnier sorgte diesmal Jean-Luca Nüßgen (Gelsenkirchen), er verpasste bei 89 Punkten erst bei der vorletzten Kugel nur denkbar knapp das erste Century Break. Ebenfalls knapp daran gescheitert ist Enes Bakirci (Essen), welcher im Achtelfinale bei 97 Punkten ebenfalls knapp die magische Grenze von 100 Punkten verpasste. Nach einem langen Tag standen um Mitternacht auch die Medaillengewinner vom dritten Turnier fest. Jean-Luca Nüßgen (Gelsenkirchen) und Mohammad Al Asfar (Essen) konnten die Bronzemedaille gewinnen. Den Finalhattrick konnte der Syrer Omar Alkojah gegen Enes Bakirci perfekt machen. Obwohl das letzte Match erst gegen 1Uhr beendet war, waren die Ausrichter um Mirko Bernhardt trotzdem sehr zufrieden mit ihrem ersten Turnier in den neuen Räumlichkeiten.

4. Tag - BC Schwarz-Blau Horst-Emscher Ein neuer Turniertag, ein neuer Turnierort aber dasselbe Bild: Überflieger Omar Alkojah konnte auch in diesem Finale klar die Oberhand behalten und gewann somit seine 3. Goldmedaille mit 3:1 gegen Enes Bakirci der dadurch seine erste Silbermedaille gewinnen konnte. Im neuen Turnier ist es endlich passiert - das erste Century Break des RSM 2017 ist gefallen. Heimspieler Daniel Sciborski (Gelsenkirchen) schaffte im ersten Gruppenspiel gegen Dorothee Rapp ein Break von genau 100 Punkten. Nach vielen guten Matches und einigen hohen Breaks ging es auch hier langsam dem Abend entgegen, einigen Spielern merkte man mittlerweile den Marathon etwas an aber nichts desto trotz gab es auch hier wieder zwei erstklassige Halbfinalspiele. Mit dazu beigetragen haben sicherlich auch hier wieder die erstklassigen Helfer die die Spieler und Zuschauer mit leckerem Mittagessen und Kuchen bei Kräften hielten. Miro Popovic (Oberhausen) musste sich knapp mit 1:2 gegen Omar Alkojah (Aachen) geschlagen geben und Jean-Luca Nüßgen (Gelsenkirchen) zog gegen Felix Frede (Hannover) in einem umkämpften Match mit 0:2 den Kürzeren. Somit hieß das Finale erneut Alkojah gegen Frede welches am letzten Turniertag beim 1. SC Dortmund ausgetragen wurde.

5. Tag - 1. SC Dortmund Der letzte Tag des Ruhr Snooker Marathon 2017 stand an. Alle Spieler waren noch einmal besonders motiviert, obwohl ihnen natürlich schon vier volle Turniertage in den Knochen steckten. Zu Beginn gab es auch hier das Finale vom Vortag. Felix Frede zeigte eine sehr gute Leistung und ging direkt mit 2:0 in Führung, er sah schon fast wie der sichere Sieger aus, doch Omar Alkojah konnte Frame drei noch auf die letzte schwarze Kugel gewinnen. Danach kannte er keine Grenzen mehr und ließ Frede kaum mehr eine Chance. Mit einem 3:2 Sieg holte sich Alkojah auch beim vierten Turnier die vierte Goldmedaille und behielt zu dem seine weiße Match-Weste. Nach der Gruppenphase des fünften Turniers gab es aufgrund der Auslosung einige hochkarätige Matches in Achtel- und Viertelfinale für die Zuschauer zu sehen. Die besten vier an diesem Tag hießen Ismail Türker (Heilbronn) gegen Maurice Le Duc (Niederlande) und wieder einmal der Dominator schlechthin, Omar Alkojah (Aachen) gegen Jörg Schneidewindt (Hannover). Nach spannenden Halbfinals, wo Alkojah auch noch ein blitzsauberes Century Break von 100 Punkten spielen konnte, kam es gegen 20Uhr zum letzten Finale des RSM 2017. Hier trafen der ehemalige Asienmeister aus Syrien Alkojah und der niederländische Top-Spieler Maurice Le Duc aufeinander. Le Duc zeigte wohl sein bestes Snooker an diesem Abend und ließ seinem Konkurrenten nur wenige Chancen zum Punkten. Schließlich passierte doch noch das fast unögliche, Maurice Le Duc gewinnt das Finale gegen Omar Alkojah mit 3:2 und somit holte zum ersten Mal ein anderer Spieler Gold als der „Marathonmann“.